Gendern ist ein vielschichtiges Thema und wir versuchen hier vier aus unserer Sicht wesentliche Aspekte kurz zusammenzufassen:

1. Einige Verlage, für die wir arbeiten, erwarten von den Autoren das Gendern in einer vom Verlag vorgegebenen Weise. Wenn die Autoren von sich aus den Gender-Richtlinien nicht folgen, werden die Texte vom Verlag vor der Veröffentlichung geändert. Wenn die Autoren sich sicher weigern, werden die Texte nicht mehr veröffentlicht, weil sie gegen die Verlagsrichtlinien verstoßen.

Unabhängig davon, ob wir die jeweilige Gender-Richtlinie mögen oder nicht, können wir damit leben, dass die Verlage das vorgeben.

2. Einerseits gibt es Gesetze, z.B.:
die mehr als zwei Geschlechter vorsehen und im Sprachgebrauch fordern. Andererseits gibt es keine gesetzliche Regelung für die deutsche Sprache.

Solange es diese Sprachreform nicht gibt, kommt es zu sprachlichen Ausdrücken, die nicht durch den Sprachstandard abgedeckt sind. Nun sind wir ja in der IT gewohnt, auch Lösungen abseits von Standards zu erschaffen, wenn die Standards nicht ausreichend sind. Doch in diesem Fall führen fehlenden Standards zu vielen Diskussionen. Eine Sprachreform Klarheit verschaffen und Diskussionen beenden.

3. Der Duden fasst es gut zusammen unter https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Geschlechtergerechter-Sprachgebrauch:

"Ein Nachteil der Doppelnennung und ihrer Kurzformen ist, dass sie keine „dritte Option“ enthalten, wie sie 2018 für das Geburtenregister in der Bundesrepublik Deutschland für zulässig erklärt wurde.
Vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind Schreibweisen wie die folgenden:

Es ist zu beobachten, dass sich die Variante mit Genderstern in der Schreibpraxis immer mehr durchsetzt."

4. Während die Websites www.dotnet-doktor.de und www.IT-Visions.de noch kein Gendern verwenden, kommen wir den Gendern-Befürwortern mit dem Gendern im DOTNET-DOKTOR-Newsletter und unserem virtuellen Klassenraum entgegen.

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